Schulterchirurgie

Ein Sehnenriss an der Schulter schränkt Beweglichkeit und Kraft stark ein. Eine gezielte Diagnostik und Therapie stellt die Funktion wieder her.

Sehnenrisse entstehen meist durch Verschleiß oder Unfälle und betreffen häufig die Rotatorenmanschette. Je nach Ausmaß kommen konservative Behandlungen wie Physiotherapie und Injektionen oder operative Rekonstruktionen zum Einsatz. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und die Schulter langfristig zu stabilisieren. Moderne Bildgebung und minimalinvasive OP-Techniken sorgen für präzise Ergebnisse und eine kurze Rehabilitationszeit.

Wichtige Informationen auf einen Blick

ANATOMIE

Zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf laufen die vier Rotatorenmanschettensehnen. Insbesondere die Supraspinatussehne wird stark mechanisch belastet. Diese Sehne ist ähnlich wie der Meniskus am Knie minderdurchblutet.

Bei Überlastung aber auch beim Elastizitätsverlust im Alter kann es zu einer chronischen Entzündung und zu einem Abriss der Sehne am Oberarmkopf kommen. Selten können auch große Gewalteinwirkungen die Sehne abreißen lassen.

Behandlungsablauf – Sehnenrisse der Schulter

Therapie

Die Behandlung der Rotatorenmanschette muss differenziert betrachtet werden. In die Überlegungen fließen insbesondere die Größe und der Retraktionsgrad des Risses ein, außerdem das Alter des Patienten und das Schmerzniveau.

Konservative Therapie

Konservativ therapiert werden sollten große Defekte bei über 60-jährigen Patienten. Das Risiko des erneuten Risses ist relativ hoch und liegt je nach Literatur zwischen 30 und 40 Prozent.

Therapieoptionen

  • Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, z.B. Ibuprofen und Diclofenac
  • Injektionen von Corticoiden und/oder Hyaluronsäure in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach
  • Krankengymnastik, akut in Verbindung mit Kälte und im chronischen Stadium mit Wärmeapplikation
  • Hilfreich ist auch die Akupunktur zur Stimulation der entzündungshemmenden Akupunkturpunkte
  • Vermeidung von Überkopftätigkeiten, insbesondere Sportarten wie Tennis, Volleyball etc.

Operative Therapie

Eine OP-Notwendigkeit besteht

a) bei kleinen symptomatischen Rissen unabhängig vom Alter des Patienten

b) bei großen symptomatischen Rissen bei unter 60-jährigen Patienten und

c) bei den unfallbedingten Sehnenrissen der Schulter.

Grundsätzlich verfügen wir über zwei technische Optionen:

  • 1. Die Naht der Rotatorenmanschette mittels Schlüssellocheingriff (Arthroskopie)
  • 2. Die herkömmliche offene Rotatorenmanschettennaht.

Nachbehandlung

Diese richtet sich nach der Defektgröße und dem Retraktionsgrad bzw. danach, wie ausgiebig die Sehne vorher mobilisiert wurde. Bei den meisten Sehnenrissen wird der Arm vier Wochen in einem Abduktionskissen gelagert.

Innerhalb der ersten sechs Wochen darf er nur passiv bewegt werden.

Ab der 6. Woche kann der Arm zunehmend assistiert in der Seitwärtsbewegung als auch in der Vorwärtsbewegung gehoben werden. Schnelle, beschleunigende Bewegungen sowie isometrische Belastungen der genähten Sehne müssen unbedingt vermieden werden.

Gleiches gilt für eine unnötige Spannung der Sehne z.B. durch ein Dehnen der Schulter nach hinten. Wichtig ist hier der individuelle Behandlungsplan, den der Operateur dem Patienten aushändigt.

Schulterchirurgie

Ein Sehnenriss an der Schulter schränkt Beweglichkeit und Kraft stark ein. Eine gezielte Diagnostik und Therapie stellt die Funktion wieder her.

Sehnenrisse entstehen meist durch Verschleiß oder Unfälle und betreffen häufig die Rotatorenmanschette. Je nach Ausmaß kommen konservative Behandlungen wie Physiotherapie und Injektionen oder operative Rekonstruktionen zum Einsatz. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und die Schulter langfristig zu stabilisieren. Moderne Bildgebung und minimalinvasive OP-Techniken sorgen für präzise Ergebnisse und eine kurze Rehabilitationszeit.

Wichtige Informationen auf einen Blick

ANATOMIE

Zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf laufen die vier Rotatorenmanschettensehnen. Insbesondere die Supraspinatussehne wird stark mechanisch belastet. Diese Sehne ist ähnlich wie der Meniskus am Knie minderdurchblutet.

Bei Überlastung aber auch beim Elastizitätsverlust im Alter kann es zu einer chronischen Entzündung und zu einem Abriss der Sehne am Oberarmkopf kommen. Selten können auch große Gewalteinwirkungen die Sehne abreißen lassen.

Behandlungsablauf – Sehnenrisse der Schulter

Therapie

Die Behandlung der Rotatorenmanschette muss differenziert betrachtet werden. In die Überlegungen fließen insbesondere die Größe und der Retraktionsgrad des Risses ein, außerdem das Alter des Patienten und das Schmerzniveau.

Konservative Therapie

Konservativ therapiert werden sollten große Defekte bei über 60-jährigen Patienten. Das Risiko des erneuten Risses ist relativ hoch und liegt je nach Literatur zwischen 30 und 40 Prozent.

Therapieoptionen

  • Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, z.B. Ibuprofen und Diclofenac
  • Injektionen von Corticoiden und/oder Hyaluronsäure in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach
  • Krankengymnastik, akut in Verbindung mit Kälte und im chronischen Stadium mit Wärmeapplikation
  • Hilfreich ist auch die Akupunktur zur Stimulation der entzündungshemmenden Akupunkturpunkte
  • Vermeidung von Überkopftätigkeiten, insbesondere Sportarten wie Tennis, Volleyball etc.

Operative Therapie

Eine OP-Notwendigkeit besteht

a) bei kleinen symptomatischen Rissen unabhängig vom Alter des Patienten

b) bei großen symptomatischen Rissen bei unter 60-jährigen Patienten und

c) bei den unfallbedingten Sehnenrissen der Schulter.

Grundsätzlich verfügen wir über zwei technische Optionen:

  • 1. Die Naht der Rotatorenmanschette mittels Schlüssellocheingriff (Arthroskopie)
  • 2. Die herkömmliche offene Rotatorenmanschettennaht.

Nachbehandlung

Diese richtet sich nach der Defektgröße und dem Retraktionsgrad bzw. danach, wie ausgiebig die Sehne vorher mobilisiert wurde. Bei den meisten Sehnenrissen wird der Arm vier Wochen in einem Abduktionskissen gelagert.

Innerhalb der ersten sechs Wochen darf er nur passiv bewegt werden.

Ab der 6. Woche kann der Arm zunehmend assistiert in der Seitwärtsbewegung als auch in der Vorwärtsbewegung gehoben werden. Schnelle, beschleunigende Bewegungen sowie isometrische Belastungen der genähten Sehne müssen unbedingt vermieden werden.

Gleiches gilt für eine unnötige Spannung der Sehne z.B. durch ein Dehnen der Schulter nach hinten. Wichtig ist hier der individuelle Behandlungsplan, den der Operateur dem Patienten aushändigt.

Verfügbar an folgenden Standorten

Anamnesebogen

Gerne können Sie sich vor Ihrem Termin unseren Anamnesebogen herunterladen und vorab Zuhause und in Ruhe ausfüllen. Bitte denken Sie bei Ihrem Erstbesuch sowohl an den ausgefüllten Bogen als auch Ihre Krankenversichertenkarte.