Nachbehandlung – Isolierte ACT Patellofemoral
Erfahren Sie mehr über unseren Fachbereich und unsere Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätze der Rehabilitation
Rehabilitationsschemata gelten als Orientierung. Abhängig der genauen Operationstechnik, Verlauf danach, Anspruch des Patienten etc. werden diese oft auch individuell angepasst. Die Rehabilitation jedes einzelnen Patienten gestaltet sich unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten. Durch optimales Einhalten der Rehabilitationsanweisungen kann die Genesung positiv beeinflusst werden.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase (Tag 1)
24 h Bettruhe, Hochlagerung, Schmerzmittel, Kühlen
Phase 2 – Postoperative Frühphase (Tag 1–5)
Mobilisation, Erweiterung und Erreichen des Bewegungsausmaßes (erlaubt bis 60° Flexion), Etablierung der erlaubten Belastung (15 kg Teilbelastung), Physiotherapie, Lymphdrainage, sicheres Gehen an Stöcken, Mobilität erreichen, Lernen Verwendung Motorbewegungsschiene
Phase 3a – Beweglichkeit (ab Tag 6 bis Woche 3)
Sicheres Erreichen der 30° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung, gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollenes Gelenk
Phase 3b – Beweglichkeit (Woche 3–4)
Sicheres und schrittweises Erreichen der 60° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung, gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollenes Gelenk
Phase 4 – Steigerung Beweglichkeit (Woche 5–6)
Schrittweises Erreichen von 90° Flexion, bei reizfreiem Gelenk und wenig Beschwerden kann in voller Extension (Streckung) auch bereits voll belastet werden
Phase 5 – Volle Belastung und Beweglichkeit (Woche 7–9)
Schrittweises Erreichen von voller Belastung und Beweglichkeit, Orthese abtrainieren, normales Gangbild etablieren, Beginn Muskelaufbautraining, Funktionsgewinn, Fahrradergometer ohne Widerstand, Übungen im Wasser
Phase 6 – Normalität (Woche 10–12)
Sichere volle Belastung und freie Beweglichkeit, Gangbild festigen (auch Treppe), Fortführen Muskelaufbautraining, Fahrradergometer leicht steigern, Übungen im Wasser bis leichtes Schwimmen
Phase 7 – Muskelaufbau und leichter Sport (ab 3. Monat)
Fortführen Muskelaufbautraining, Fahrradergometer bis normales Fahrrad, Sicheres Schwimmen (kein Brustschwimmen), Anbindung an Reha-Zentrum
Phase 8 – Beginn Rückkehr zum Sport (ab 6. Monat)
Joggen nach Rücksprache möglich. Weiter Rad fahren und Muskelaufbautraining. Beginn von sportartspezifischem Training. Ziel: Erreichen der Funktion des gegenseitigen Beines
Phase 9 – Rückkehr zum Sport (ab 12. Monat)
Endgültige Rückkehr in den Vollkontaktsport (nach ärztlicher Kontrolle) nach erfolgreichem Bestehen der Leistungs-Assessments, Prävention erneuter Verletzungen, Protektion der Gegenseite
Parameter
Belastung
- Teilbelastung für 6 Wochen mit 15 kg (Thromboseprophylaxe)
- Ab der 5. Woche in Extension (Streckung) volle Belastung möglich
- Schrittweises Erreichen der Vollbelastung (auch in Beugung) in Woche 7–9 (schmerz- und schwellungsabhängig)
- Leichtes Kraulschwimmen, Fahrradergometer ab Woche 7–9
- Leichtes Joggen ab 6. Monat, sportartspezifisches Training ab 6. Monat
- Kontaktsport ab 12. Monat
Beweglichkeit
- 30° Flexion bis zur 2. Woche, 60° bis zur 4. Woche, 90° bis zur 6. Woche
- Volle Streckfähigkeit bis Woche 3/4
- Volle Flexion schrittweise ab Woche 7
Orthese
- Direkt postoperativ Streckschiene (auch nachts)
- Nach Rückgang der Schwellung Wechsel auf Hartrahmenorthese (ca. nach 1 Woche oder früher)
- Nachts bevorzugt gestreckte Schiene für 6 Wochen
- Hartrahmenorthese 6 Wochen konstant, Abtrainieren ab Woche 7
- Danach je nach Aktivität fakultativ bis 3. Monat; bei voller Kontrolle zu Hause keine Orthese notwendig
Motorbewegungsschiene
- Im Krankenhaus ab Tag 1
- Zu Hause 4–6 Wochen, 3 h/Tag (morgens/mittags/abends)
- Elektrostimulationsgerät: fakultativ in den ersten 6–12 Wochen
Medikamente
- Antithrombosespritzen solange Teilbelastung (mit regelmäßigen Blutkontrollen beim Hausarzt)
- Schmerzmittel so lange wie Schmerzen; Ibuprofen nur bei ausgeprägter Schwellung/Erguss
Thrombosestrumpf
- Zu Hause tragbar, hilft beim Abschwellen und schützt vor Thrombose
- Empfohlen, muss nicht die gesamte Teilbelastungszeit getragen werden
Physiotherapie
- Beginn bereits im Krankenhaus; ambulant so früh wie möglich (gerne ab Tag 1 nach OP)
- 2×/Woche für 6–12 Wochen empfohlen
- Ziele: volle Beweglichkeit, volle Belastung, normales Gangbild, gute Muskelansteuerung
- Kraftaufbau ggf. gemeinsam mit Physio; Anbindung an spezialisiertes Zentrum empfohlen
Rehazentrum
Nach Abschluss der Physiotherapie empfohlen zur gezielten Funktionsverbesserung und Vorbereitung auf die sportliche Rückkehr.
Nachkontrollen
- Relativ kurz nach OP; Fädenentfernung; 6 Wochen; 3 Monate; 6 Monate; 12 Monate
- 6-Wochen- und 3-Monats-Kontrolle grundsätzlich bei uns
- Außerplanmäßige Kontrollen jederzeit möglich
Rückkehr in den Sport
- Schrittweise ab 6. Monat; volle Rückkehr ab 12. Monat (nach Tests/Freigabe)
Langzeit
Kraft-/Ausdauer-/Stabilitäts-Level dauerhaft trainieren zum Schutz des Transplantats und der Gegenseite.
Unsere Spezialisten
- PD Dr. med. M. Egermann
- H. Falk
- Dr. med. T. Hardt
- Dr. med. C. Meister
- Prof. Dr. med. G. Salzmann
- Alexander Götze
Nachbehandlung – Isolierte ACT Patellofemoral
Erfahren Sie mehr über unseren Fachbereich und unsere Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätze der Rehabilitation
Rehabilitationsschemata gelten als Orientierung. Abhängig der genauen Operationstechnik, Verlauf danach, Anspruch des Patienten etc. werden diese oft auch individuell angepasst. Die Rehabilitation jedes einzelnen Patienten gestaltet sich unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten. Durch optimales Einhalten der Rehabilitationsanweisungen kann die Genesung positiv beeinflusst werden.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase (Tag 1)
24 h Bettruhe, Hochlagerung, Schmerzmittel, Kühlen
Phase 2 – Postoperative Frühphase (Tag 1–5)
Mobilisation, Erweiterung und Erreichen des Bewegungsausmaßes (erlaubt bis 60° Flexion), Etablierung der erlaubten Belastung (15 kg Teilbelastung), Physiotherapie, Lymphdrainage, sicheres Gehen an Stöcken, Mobilität erreichen, Lernen Verwendung Motorbewegungsschiene
Phase 3a – Beweglichkeit (ab Tag 6 bis Woche 3)
Sicheres Erreichen der 30° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung, gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollenes Gelenk
Phase 3b – Beweglichkeit (Woche 3–4)
Sicheres und schrittweises Erreichen der 60° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung, gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollenes Gelenk
Phase 4 – Steigerung Beweglichkeit (Woche 5–6)
Schrittweises Erreichen von 90° Flexion, bei reizfreiem Gelenk und wenig Beschwerden kann in voller Extension (Streckung) auch bereits voll belastet werden
Phase 5 – Volle Belastung und Beweglichkeit (Woche 7–9)
Schrittweises Erreichen von voller Belastung und Beweglichkeit, Orthese abtrainieren, normales Gangbild etablieren, Beginn Muskelaufbautraining, Funktionsgewinn, Fahrradergometer ohne Widerstand, Übungen im Wasser
Phase 6 – Normalität (Woche 10–12)
Sichere volle Belastung und freie Beweglichkeit, Gangbild festigen (auch Treppe), Fortführen Muskelaufbautraining, Fahrradergometer leicht steigern, Übungen im Wasser bis leichtes Schwimmen
Phase 7 – Muskelaufbau und leichter Sport (ab 3. Monat)
Fortführen Muskelaufbautraining, Fahrradergometer bis normales Fahrrad, Sicheres Schwimmen (kein Brustschwimmen), Anbindung an Reha-Zentrum
Phase 8 – Beginn Rückkehr zum Sport (ab 6. Monat)
Joggen nach Rücksprache möglich. Weiter Rad fahren und Muskelaufbautraining. Beginn von sportartspezifischem Training. Ziel: Erreichen der Funktion des gegenseitigen Beines
Phase 9 – Rückkehr zum Sport (ab 12. Monat)
Endgültige Rückkehr in den Vollkontaktsport (nach ärztlicher Kontrolle) nach erfolgreichem Bestehen der Leistungs-Assessments, Prävention erneuter Verletzungen, Protektion der Gegenseite
Parameter
Belastung
- Teilbelastung für 6 Wochen mit 15 kg (Thromboseprophylaxe)
- Ab der 5. Woche in Extension (Streckung) volle Belastung möglich
- Schrittweises Erreichen der Vollbelastung (auch in Beugung) in Woche 7–9 (schmerz- und schwellungsabhängig)
- Leichtes Kraulschwimmen, Fahrradergometer ab Woche 7–9
- Leichtes Joggen ab 6. Monat, sportartspezifisches Training ab 6. Monat
- Kontaktsport ab 12. Monat
Beweglichkeit
- 30° Flexion bis zur 2. Woche, 60° bis zur 4. Woche, 90° bis zur 6. Woche
- Volle Streckfähigkeit bis Woche 3/4
- Volle Flexion schrittweise ab Woche 7
Orthese
- Direkt postoperativ Streckschiene (auch nachts)
- Nach Rückgang der Schwellung Wechsel auf Hartrahmenorthese (ca. nach 1 Woche oder früher)
- Nachts bevorzugt gestreckte Schiene für 6 Wochen
- Hartrahmenorthese 6 Wochen konstant, Abtrainieren ab Woche 7
- Danach je nach Aktivität fakultativ bis 3. Monat; bei voller Kontrolle zu Hause keine Orthese notwendig
Motorbewegungsschiene
- Im Krankenhaus ab Tag 1
- Zu Hause 4–6 Wochen, 3 h/Tag (morgens/mittags/abends)
- Elektrostimulationsgerät: fakultativ in den ersten 6–12 Wochen
Medikamente
- Antithrombosespritzen solange Teilbelastung (mit regelmäßigen Blutkontrollen beim Hausarzt)
- Schmerzmittel so lange wie Schmerzen; Ibuprofen nur bei ausgeprägter Schwellung/Erguss
Thrombosestrumpf
- Zu Hause tragbar, hilft beim Abschwellen und schützt vor Thrombose
- Empfohlen, muss nicht die gesamte Teilbelastungszeit getragen werden
Physiotherapie
- Beginn bereits im Krankenhaus; ambulant so früh wie möglich (gerne ab Tag 1 nach OP)
- 2×/Woche für 6–12 Wochen empfohlen
- Ziele: volle Beweglichkeit, volle Belastung, normales Gangbild, gute Muskelansteuerung
- Kraftaufbau ggf. gemeinsam mit Physio; Anbindung an spezialisiertes Zentrum empfohlen
Rehazentrum
Nach Abschluss der Physiotherapie empfohlen zur gezielten Funktionsverbesserung und Vorbereitung auf die sportliche Rückkehr.
Nachkontrollen
- Relativ kurz nach OP; Fädenentfernung; 6 Wochen; 3 Monate; 6 Monate; 12 Monate
- 6-Wochen- und 3-Monats-Kontrolle grundsätzlich bei uns
- Außerplanmäßige Kontrollen jederzeit möglich
Rückkehr in den Sport
- Schrittweise ab 6. Monat; volle Rückkehr ab 12. Monat (nach Tests/Freigabe)
Langzeit
Kraft-/Ausdauer-/Stabilitäts-Level dauerhaft trainieren zum Schutz des Transplantats und der Gegenseite.
Unsere Spezialisten
- PD Dr. med. M. Egermann
- H. Falk
- Dr. med. T. Hardt
- Dr. med. C. Meister
- Prof. Dr. med. G. Salzmann
- Alexander Götze
Ärztliche Behandler:innen
-
Dr. med. Christoph Meister
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
Mehr lesen -
PD Dr. med. Marcus Egermann
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
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Alexander Götze
Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Spezialisierung für Kniechirurgie
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Prof. Dr. med. Gian Salzmann
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie, Lehrkörper der Universität Freiburg im Breisgau, Geschäftsführer Meliva Gelenkzentrum Rhein-Main
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Dr. med. Thomas Hardt
Facharzt für Orthopäde und Unfallchirurg, Spezialisierung für Knie, Hüfte und operative Rheumatologie
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Holger Falk
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
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