Nachbehandlung Hüftgelenkersatz
Erfahren Sie mehr über unseren Fachbereich und unsere Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätze der Rehabilitation
Die Rehabilitation ist abhängig von der genauen Operationstechnik und von der körperlichen Verfassung des Patienten. Im Einzelnen wird sie auch individuell angepasst. Aufgrund moderner minimal invasiver Operationstechniken beginnt die Nachbehandlung bereits am Operationstag. Eine optimale Nachbehandlung unter Anleitung führt zu einem bestmöglichen postoperativen Ergebnis.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase (ersten 24 Stunden)
- Energiezufuhr: Schon im Aufwachraum erhalten Sie gezuckerte Getränke oder ein Speiseeis, um Ihren Kreislauf zu stabilisieren.
- Mobilisation: Bereits wenige Stunden nach der Operation erfolgt die erste Mobilisation im Patientenzimmer, der Toilettengang ist möglich.
Phase 2 – Postoperative Frühphase (Tag 2 bis 3)
- Physiotherapie, Lymphdrainage und Kühlung
- Der Bewegungsradius erhöht sich; forcierte Rotationsbewegungen sind noch nicht erlaubt.
- Schmerzmedikation wird reduziert.
- Unter physiotherapeutischer Anleitung erfolgt das Gehen an Unterarmgehstützen und Treppensteigen; auch Gehen im Zimmer ohne Stützen ist möglich.
- Duschen ist möglich; Röntgen- und Laboruntersuchungen werden durchgeführt.
- Sind die Entlasskriterien erfüllt (reizlose Wunde, normale Laborwerte, ausreichende Mobilität), ist die Rückkehr in die Anschlussheilbehandlung möglich.
Phase 3 – Muskelkräftigung (Tag 4 bis 3. Woche)
- Während der Anschlussheilbehandlung liegt der Fokus auf Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit.
- Krafttraining an Geräten und Nutzung eines Ergometers sind möglich.
Beweglichkeit
- Bis zur 6. Woche nach der Operation sind keine forcierten Rotationsbewegungen erlaubt.
Motorbewegungsschiene
- Im Krankenhaus (bei stationärer Operation) ab dem ersten Tag nach der Operation möglich.
- Für den häuslichen Gebrauch nur in besonderen Fällen vorgesehen.
Medikamente
- Antithrombosespritzen sind bis zum 14. Tag postoperativ erforderlich (inklusive regelmäßiger Blutkontrollen).
- Schmerzmittel sollten so lange eingenommen werden, wie Schmerzen bestehen.
- NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) sind bis maximal 14 Tage postoperativ vorgesehen.
Thrombosestrumpf
- Kann das Abschwellen unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig.
Physiotherapie
- Beginnt bereits im Krankenhaus.
- Ambulante Physiotherapie wird 2× pro Woche für 6–12 Wochen empfohlen.
- Anschließend kann der Kraftaufbau fortgeführt werden (ggf. mit Geräten); eine Anbindung an ein spezialisiertes Rehazentrum ist empfohlen.
Nachkontrollen
- Erste Nachkontrolle erfolgt nach der Anschlussheilbehandlung.
- Zweiter Termin etwa 3 Monate nach der Operation.
- Dritter Termin ca. 6–9 Monate postoperativ.
- Vierter Termin etwa 1 Jahr nach der Operation.
- Danach in der Regel jährliche Kontrollen.
- Nachkontrollen können ggf. auch bei anderen Ärzten erfolgen.
- Außerplanmäßige Kontrollen sind bei Problemen jederzeit möglich.
Rückkehr in den Sport
- Schrittweiser Beginn ab dem 4. Monat nach der Operation.
- Vollständige Rückkehr zum Sport ist ab dem 6. Monat möglich, sofern Kraft, Stabilität, Ausdauer, Koordination und Funktion gegeben sind.
Phase 7 – Das vergessene Gelenk (6–12 Monate)
- In dieser Phase gewöhnt sich der Körper so sehr an das neue Hüftgelenk, dass es häufig nicht mehr als künstliches Gelenk wahrgenommen wird („forgotten joint“).
Nachbehandlung Hüftgelenkersatz
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Grundsätze der Rehabilitation
Die Rehabilitation ist abhängig von der genauen Operationstechnik und von der körperlichen Verfassung des Patienten. Im Einzelnen wird sie auch individuell angepasst. Aufgrund moderner minimal invasiver Operationstechniken beginnt die Nachbehandlung bereits am Operationstag. Eine optimale Nachbehandlung unter Anleitung führt zu einem bestmöglichen postoperativen Ergebnis.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase (ersten 24 Stunden)
- Energiezufuhr: Schon im Aufwachraum erhalten Sie gezuckerte Getränke oder ein Speiseeis, um Ihren Kreislauf zu stabilisieren.
- Mobilisation: Bereits wenige Stunden nach der Operation erfolgt die erste Mobilisation im Patientenzimmer, der Toilettengang ist möglich.
Phase 2 – Postoperative Frühphase (Tag 2 bis 3)
- Physiotherapie, Lymphdrainage und Kühlung
- Der Bewegungsradius erhöht sich; forcierte Rotationsbewegungen sind noch nicht erlaubt.
- Schmerzmedikation wird reduziert.
- Unter physiotherapeutischer Anleitung erfolgt das Gehen an Unterarmgehstützen und Treppensteigen; auch Gehen im Zimmer ohne Stützen ist möglich.
- Duschen ist möglich; Röntgen- und Laboruntersuchungen werden durchgeführt.
- Sind die Entlasskriterien erfüllt (reizlose Wunde, normale Laborwerte, ausreichende Mobilität), ist die Rückkehr in die Anschlussheilbehandlung möglich.
Phase 3 – Muskelkräftigung (Tag 4 bis 3. Woche)
- Während der Anschlussheilbehandlung liegt der Fokus auf Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit.
- Krafttraining an Geräten und Nutzung eines Ergometers sind möglich.
Beweglichkeit
- Bis zur 6. Woche nach der Operation sind keine forcierten Rotationsbewegungen erlaubt.
Motorbewegungsschiene
- Im Krankenhaus (bei stationärer Operation) ab dem ersten Tag nach der Operation möglich.
- Für den häuslichen Gebrauch nur in besonderen Fällen vorgesehen.
Medikamente
- Antithrombosespritzen sind bis zum 14. Tag postoperativ erforderlich (inklusive regelmäßiger Blutkontrollen).
- Schmerzmittel sollten so lange eingenommen werden, wie Schmerzen bestehen.
- NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) sind bis maximal 14 Tage postoperativ vorgesehen.
Thrombosestrumpf
- Kann das Abschwellen unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig.
Physiotherapie
- Beginnt bereits im Krankenhaus.
- Ambulante Physiotherapie wird 2× pro Woche für 6–12 Wochen empfohlen.
- Anschließend kann der Kraftaufbau fortgeführt werden (ggf. mit Geräten); eine Anbindung an ein spezialisiertes Rehazentrum ist empfohlen.
Nachkontrollen
- Erste Nachkontrolle erfolgt nach der Anschlussheilbehandlung.
- Zweiter Termin etwa 3 Monate nach der Operation.
- Dritter Termin ca. 6–9 Monate postoperativ.
- Vierter Termin etwa 1 Jahr nach der Operation.
- Danach in der Regel jährliche Kontrollen.
- Nachkontrollen können ggf. auch bei anderen Ärzten erfolgen.
- Außerplanmäßige Kontrollen sind bei Problemen jederzeit möglich.
Rückkehr in den Sport
- Schrittweiser Beginn ab dem 4. Monat nach der Operation.
- Vollständige Rückkehr zum Sport ist ab dem 6. Monat möglich, sofern Kraft, Stabilität, Ausdauer, Koordination und Funktion gegeben sind.
Phase 7 – Das vergessene Gelenk (6–12 Monate)
- In dieser Phase gewöhnt sich der Körper so sehr an das neue Hüftgelenk, dass es häufig nicht mehr als künstliches Gelenk wahrgenommen wird („forgotten joint“).
Ärztliche Behandler:innen
-
Dr. med. Christoph Meister
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
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PD Dr. med. Marcus Egermann
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Holger Falk
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
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Verfügbar an folgenden Standorten

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