Adipositaschirurgie

Adipositaschirurgie hilft bei starkem Übergewicht, wenn Diäten und Therapien nicht wirken. Erfahren Sie mehr über Verfahren, Risiken und Voraussetzungen – und wann ein Arztbesuch nötig ist.

Symptome

Adipositas zeigt sich durch anhaltendes Übergewicht, das mit körperlichen und seelischen Beschwerden verbunden ist. Viele Betroffene entwickeln Folgeerkrankungen, die ohne Behandlung fortschreiten und die Lebenserwartung verkürzen können.

Typische Symptome sind:

  • deutliche Gewichtszunahme trotz Diäten
  • schnelle Ermüdung und Atemnot
  • Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen
  • psychische Probleme wie Depressionen oder soziale Isolation

Unbehandelt erhöht Adipositas das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber oder bestimmte Krebserkrankungen. Zusätzlich führt die Krankheit häufig zu sozialer Ausgrenzung und eingeschränkter Lebensqualität.

Behandlung

Adipositaschirurgie ist eine Option, wenn konservative Methoden nicht ausreichend helfen. Zuvor wird jedoch in den meisten Fällen ein multimodales Programm aus Bewegungstherapie, Ernährungstherapie sowie Verhaltens- und Psychotherapie durchgeführt. Zuständig sind Fachärzte für Allgemein- und Viszeralchirurgie in enger Zusammenarbeit mit Ernährungs- und Bewegungstherapeuten sowie Psychologen.

Mögliche Behandlungsmethoden:

  • Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie)
  • Magenbypass
  • Magenband
  • Biliopankreatische Diversion
  • Begleitende Ernährungs- und Verhaltenstherapie

Hausmittel allein reichen nicht aus, können aber die Therapie unterstützen. Erste Verbesserungen nach einer Operation sind meist schon nach wenigen Monaten sichtbar.

Behandlung und Diagnose in der Praxis

Die Diagnose erfolgt anhand des Body-Mass-Index (BMI):

  • 25–29,9: Übergewicht
  • 30–34,9: Adipositas Grad I
  • 35–39,9: Adipositas Grad II
  • ab 40: Adipositas Grad III

Ein BMI über 35 mit Begleiterkrankungen oder über 40 gilt als behandlungsbedürftig. Ab einem BMI über 50 ist eine konservative Therapie meist nicht mehr ausreichend. Minimalinvasive Operationen werden heute per Bauchspiegelung durchgeführt. Diese Technik reduziert die Komplikationsrate erheblich und ermöglicht eine schnelle Erholung.

Wann sollte man zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn konservative Therapien nicht helfen oder Begleiterkrankungen bestehen. Bei sehr hohem BMI (über 40 oder über 35 mit Folgeerkrankungen) sollte frühzeitig eine Vorstellung in einem spezialisierten Zentrum erfolgen.

Arzttermin erforderlich bei:

  • BMI über 40 oder BMI über 35 mit Folgeerkrankungen
  • erfolglose Diät- und Therapieprogramme
  • chronische Beschwerden wie Atemnot oder Gelenkprobleme
  • Verschlechterung bestehender Erkrankungen (z. B. Diabetes, Herzprobleme)
  • psychische Belastungen durch das Gewicht

Je früher die Diagnose und Therapie eingeleitet werden, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Häufige Fragen

Wie misst man Übergewicht?

Das wichtigste Maß ist der Body-Mass-Index (BMI). Ab einem Wert über 35 mit Begleiterkrankungen oder ab 40 spricht man von behandlungsbedürftiger Adipositas.

Wie viel Gewicht verliere ich nach der Operation?

Viele Patienten verlieren innerhalb von zwei Jahren 50–70 % ihres Übergewichts.

Welche Risiken bestehen?

Dank minimalinvasiver Technik ist die Komplikationsrate sehr gering. Möglich sind Infektionen, Nachblutungen oder Mangelerscheinungen.

Wann zahlt die Krankenkasse die OP?

In vielen Fällen werden die Kosten übernommen, wenn konservative Maßnahmen erfolglos waren und ein medizinischer Grund vorliegt. Ein Antrag ist notwendig.

Kann Adipositas nach einer OP zurückkehren?

Ja, wenn Ernährungsempfehlungen nicht eingehalten werden oder Bewegungsmangel besteht, kann es zu Gewichtszunahme kommen.

Zusammenfassung

  • Besonderheit: Ab einem BMI über 50 ist eine OP oft die einzige wirksame Option.
  • Adipositaschirurgie: Eingriffe bei starkem Übergewicht, wenn konservative Therapien nicht ausreichen.
  • Behandlungen: Schlauchmagen, Magenbypass, Magenband und mehr – meist minimalinvasiv.

Adipositaschirurgie

Adipositaschirurgie hilft bei starkem Übergewicht, wenn Diäten und Therapien nicht wirken. Erfahren Sie mehr über Verfahren, Risiken und Voraussetzungen – und wann ein Arztbesuch nötig ist.

Symptome

Adipositas zeigt sich durch anhaltendes Übergewicht, das mit körperlichen und seelischen Beschwerden verbunden ist. Viele Betroffene entwickeln Folgeerkrankungen, die ohne Behandlung fortschreiten und die Lebenserwartung verkürzen können.

Typische Symptome sind:

  • deutliche Gewichtszunahme trotz Diäten
  • schnelle Ermüdung und Atemnot
  • Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen
  • psychische Probleme wie Depressionen oder soziale Isolation

Unbehandelt erhöht Adipositas das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber oder bestimmte Krebserkrankungen. Zusätzlich führt die Krankheit häufig zu sozialer Ausgrenzung und eingeschränkter Lebensqualität.

Behandlung

Adipositaschirurgie ist eine Option, wenn konservative Methoden nicht ausreichend helfen. Zuvor wird jedoch in den meisten Fällen ein multimodales Programm aus Bewegungstherapie, Ernährungstherapie sowie Verhaltens- und Psychotherapie durchgeführt. Zuständig sind Fachärzte für Allgemein- und Viszeralchirurgie in enger Zusammenarbeit mit Ernährungs- und Bewegungstherapeuten sowie Psychologen.

Mögliche Behandlungsmethoden:

  • Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie)
  • Magenbypass
  • Magenband
  • Biliopankreatische Diversion
  • Begleitende Ernährungs- und Verhaltenstherapie

Hausmittel allein reichen nicht aus, können aber die Therapie unterstützen. Erste Verbesserungen nach einer Operation sind meist schon nach wenigen Monaten sichtbar.

Behandlung und Diagnose in der Praxis

Die Diagnose erfolgt anhand des Body-Mass-Index (BMI):

  • 25–29,9: Übergewicht
  • 30–34,9: Adipositas Grad I
  • 35–39,9: Adipositas Grad II
  • ab 40: Adipositas Grad III

Ein BMI über 35 mit Begleiterkrankungen oder über 40 gilt als behandlungsbedürftig. Ab einem BMI über 50 ist eine konservative Therapie meist nicht mehr ausreichend. Minimalinvasive Operationen werden heute per Bauchspiegelung durchgeführt. Diese Technik reduziert die Komplikationsrate erheblich und ermöglicht eine schnelle Erholung.

Wann sollte man zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn konservative Therapien nicht helfen oder Begleiterkrankungen bestehen. Bei sehr hohem BMI (über 40 oder über 35 mit Folgeerkrankungen) sollte frühzeitig eine Vorstellung in einem spezialisierten Zentrum erfolgen.

Arzttermin erforderlich bei:

  • BMI über 40 oder BMI über 35 mit Folgeerkrankungen
  • erfolglose Diät- und Therapieprogramme
  • chronische Beschwerden wie Atemnot oder Gelenkprobleme
  • Verschlechterung bestehender Erkrankungen (z. B. Diabetes, Herzprobleme)
  • psychische Belastungen durch das Gewicht

Je früher die Diagnose und Therapie eingeleitet werden, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Häufige Fragen

Wie misst man Übergewicht?

Das wichtigste Maß ist der Body-Mass-Index (BMI). Ab einem Wert über 35 mit Begleiterkrankungen oder ab 40 spricht man von behandlungsbedürftiger Adipositas.

Wie viel Gewicht verliere ich nach der Operation?

Viele Patienten verlieren innerhalb von zwei Jahren 50–70 % ihres Übergewichts.

Welche Risiken bestehen?

Dank minimalinvasiver Technik ist die Komplikationsrate sehr gering. Möglich sind Infektionen, Nachblutungen oder Mangelerscheinungen.

Wann zahlt die Krankenkasse die OP?

In vielen Fällen werden die Kosten übernommen, wenn konservative Maßnahmen erfolglos waren und ein medizinischer Grund vorliegt. Ein Antrag ist notwendig.

Kann Adipositas nach einer OP zurückkehren?

Ja, wenn Ernährungsempfehlungen nicht eingehalten werden oder Bewegungsmangel besteht, kann es zu Gewichtszunahme kommen.

Zusammenfassung

  • Besonderheit: Ab einem BMI über 50 ist eine OP oft die einzige wirksame Option.
  • Adipositaschirurgie: Eingriffe bei starkem Übergewicht, wenn konservative Therapien nicht ausreichen.
  • Behandlungen: Schlauchmagen, Magenbypass, Magenband und mehr – meist minimalinvasiv.