Nachbehandlung Tibiaosteotomie
Erfahren Sie mehr über unseren Fachbereich und unsere Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätze der Rehabilitation
Rehabilitationsschemata gelten als Orientierung. Abhängig der genauen Operationstechnik, Verlauf danach, Anspruch des Patienten etc. werden diese oft auch individuell angepasst.
Die Rehabilitation jedes einzelnen Patienten gestaltet sich unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten. Durch optimales Einhalten der Rehabilitationsanweisungen kann die Genesung positiv beeinflusst werden.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase
Tag 1
Ruhe, Hochlagerung, Schmerzmittel, Kühlen, ggf. Motorbewegungsschiene
Phase 2 – Postoperative Frühphase
Tag 1 bis Woche 5
Mobilisation, Erweiterung und Erreichen des Bewegungsausmaßes (keine Einschränkung), Etablierung der empfohlenen Belastung (15 kg Teilbelastung), Physiotherapie, Lymphdrainage, sicheres Gehen an Stöcken, Mobilität erreichen.
Vollbelastung ist nicht verboten, sie ist in dieser Phase aber nicht das Behandlungsziel. Junge, arthrosefreie Patienten neigen früher zur Vollbelastung und dürfen dies dann auch.
Phase 3 – Beweglichkeit
Woche 3-6
Sicheres Erreichen der 90° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung und Flexion. Keine Limitierung. Gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollener Unterschenkel.
Belastung
Schrittweises Erreichen der Vollbelastung im 4-Punktegang, optional auch ohne Stöcke. Aufbau der Muskulatur, Schwimmen, Fahrrad-Ergometer, leichtes Gerätetraining, Funktionsgewinn, Stabilität, Propriozeption.
Auch Übungen im Einbeinstand sind erst sinnvoll wenn der sichere Gang mit Vollbelastung erreicht ist.
Phase 4 – Muskelaufbau
Woche 7-12
Volle Belastung und freie Beweglichkeit sicher etablieren, Stöcke abtrainieren, gezieltes Muskelaufbautraining, Funktionsgewinn
Phase 5 – Sportartspezifisches Training, wenn erwünscht
Ab dem 4. Monat
Erreichen einer regulären muskulär-funktionellen Kniefunktion, sportartspezifisches Training, schrittweise Rückkehr in den Sport (ausgewählte Sportarten).
Phase 6 – Rückkehr zum Sport, wenn erwünscht
Ab dem 9. Monat
Endgültige Rückkehr in den Vollkontaktsport nach erfolgreichem Bestehen der Leistungs- Assessments, Prävention erneuter Verletzungen, Protektion der Gegenseite.
HTO (hohe Tibiaosteotomie)
Belastung
- Teilbelastung für 2 Wochen mit 15 kg (Thromboseprophylaxe)
- Schrittweises Erreichen der Vollbelastung in Wochen 3-6 (schmerz- und schwellungs- abhängig)
- Kraulschwimmen, Fahrrad-Ergometer ab 3.-6. Woche postoperativ
- Leichtes Joggen ab 4. Monat postoperativ
- Sportartspezifisches Training ab 4.-6. Monat postoperativ
- Rückkehr in Kontaktsport ab 9. Monat postoperativ
Beweglichkeit
- Zügiges Erreichen von 90° Flexion nach der Operation
- Erreichen der vollen Streckfähigkeit sollte bis zur 5./6. Woche postoperativ erreicht werden
Motorbewegungsschiene
- Anwendung im Krankenhaus (bei stationärer Operation) ab dem ersten Tag nach der Operation
- Anwendung zu Hause nur in besonderen Fällen
- Elektrostimulationsgerät: fakultativ innerhalb der ersten 6-12 Wochen nach der Operation
Medikamente
- Antithrombosespritzen sind notwendig so lange die Teilbelastung erfolgt (dabei regelmäßige Blutkontrollen durch den Hausarzt)
- Schmerzmitteleinnahme so lange wie Schmerzen bestehen. Danach nicht mehr
- Der entzündungshemmende Effekt von z.B. Ibuprofen ist zu vernachlässigen und sollte nur bei ausgedehnten Schwellungs- oder Ergusszuständen wahrgenommen werden
Thrombosestrumpf
- Dieser kann getragen werden, sobald Sie wieder im häuslichen Umfeld sind
- Dieser hilft zum Abschwellen
- Dieser muss nicht die gesamte Zeit der Teilbelastung getragen werden, dies ist aber empfohlen
Physiotherapie
- Beginnt bereits im Krankenhaus; bei ambulanter Operation so früh wie möglich beginnen (gerne auch schon am Tag nach der Operation)
- Ambulante Physiotherapie ist für zweimal / Woche für 6 Wochen empfohlen
Rehazentrum
- ab 7.Woche folgt idealerweise eine Intensivierung in Form einer 3-wöchigen ambulanten Reha-Maßnahme
- Physiotherapie bis zum Erreichen einer vollen Beweglichkeit, vollen Belastung und Erreichen eines normalen Gangbildes
- Der danach folgende Kraftaufbau kann ebenfalls gemeinsam mit der Physiotherapie erfolgen (Geräte dafür notwendig), die Anbindung an ein spezialisiertes Reha-Zentrum ist empfohlen
Nachkontrollen
- Der erste Termin, nach Entlassung aus der Klinik, zum Entfernen der Fäden (dies kann auch der Hausarzt machen)
- Der zweite Termin sechs Wochen nach der Operation. Röntgenkontrolle
- Der dritte Termin 3 Monate nach der Operation. Röntgen: Ganzbeinstandaufnahme und Knie in 2 Ebenen. Letztere zur Prüfung der Durchbauungstendenz.
- Sofern an dieser Stelle alles planmäßig verlaufen ist wird die Behandlung abgeschlossen.
- Der nächste Termin 9-12 Monate nach der Operation. Prüfung der knöchernen Durchbauung und Freigabe zur Plattenentfernung (optional).
- Weitere Termine sind dann abhängig vom Sportanspruch und werden dementsprechend geplant
- Grundsätzlich können Nachkontrollen auch bei einem anderen Arzt erfolgen. Der Termin zur 6-Wochen-Kontrolle und zur 3-Monatskontrolle sollte jedoch grundsätzlich bei uns erfolgen
- Außerplanmäßige Kontrollen bei Problemen/Fragen sind jederzeit möglich
Rückkehr in den Sport
- Dieser beginnt schrittweise ab dem 4. Monat
- Bei gegebener Kraft, Stabilität, Ausdauer, Koordination und Funktion kann die volle Rückkehr in den Sport ab dem 9. Monat erfolgen
- Eine instrumentierte Testung dieser Eigenschaften inklusive Testverfahren sollte vor dem Vollkontaktsport erfolgen und eine Freigabe erst bei Erfüllung definierter Kriterien gegeben werden
Langzeit
- Die erreichten Kraft-Ausdauer-Stabilitäts-Level müssen permanent durch Training beibehalten werden, um das operierte Bein (sowie das andere) vor erneuten Verletzungen zu schützen
Unsere Spezialisten für Achskorrekturen
- Prof. Dr. med. G. Salzmann
- PD Dr. med. M. Egermann
Nachbehandlung Tibiaosteotomie
Erfahren Sie mehr über unseren Fachbereich und unsere Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätze der Rehabilitation
Rehabilitationsschemata gelten als Orientierung. Abhängig der genauen Operationstechnik, Verlauf danach, Anspruch des Patienten etc. werden diese oft auch individuell angepasst.
Die Rehabilitation jedes einzelnen Patienten gestaltet sich unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten. Durch optimales Einhalten der Rehabilitationsanweisungen kann die Genesung positiv beeinflusst werden.
Ablauf der Rehabilitation
Phase 1 – Postoperative Akutphase
Tag 1
Ruhe, Hochlagerung, Schmerzmittel, Kühlen, ggf. Motorbewegungsschiene
Phase 2 – Postoperative Frühphase
Tag 1 bis Woche 5
Mobilisation, Erweiterung und Erreichen des Bewegungsausmaßes (keine Einschränkung), Etablierung der empfohlenen Belastung (15 kg Teilbelastung), Physiotherapie, Lymphdrainage, sicheres Gehen an Stöcken, Mobilität erreichen.
Vollbelastung ist nicht verboten, sie ist in dieser Phase aber nicht das Behandlungsziel. Junge, arthrosefreie Patienten neigen früher zur Vollbelastung und dürfen dies dann auch.
Phase 3 – Beweglichkeit
Woche 3-6
Sicheres Erreichen der 90° Flexion, optimaler Weise Erreichen der vollen Streckung und Flexion. Keine Limitierung. Gute Ansteuerbarkeit der Muskulatur, Erhalt von Muskulatur, abgeschwollener Unterschenkel.
Belastung
Schrittweises Erreichen der Vollbelastung im 4-Punktegang, optional auch ohne Stöcke. Aufbau der Muskulatur, Schwimmen, Fahrrad-Ergometer, leichtes Gerätetraining, Funktionsgewinn, Stabilität, Propriozeption.
Auch Übungen im Einbeinstand sind erst sinnvoll wenn der sichere Gang mit Vollbelastung erreicht ist.
Phase 4 – Muskelaufbau
Woche 7-12
Volle Belastung und freie Beweglichkeit sicher etablieren, Stöcke abtrainieren, gezieltes Muskelaufbautraining, Funktionsgewinn
Phase 5 – Sportartspezifisches Training, wenn erwünscht
Ab dem 4. Monat
Erreichen einer regulären muskulär-funktionellen Kniefunktion, sportartspezifisches Training, schrittweise Rückkehr in den Sport (ausgewählte Sportarten).
Phase 6 – Rückkehr zum Sport, wenn erwünscht
Ab dem 9. Monat
Endgültige Rückkehr in den Vollkontaktsport nach erfolgreichem Bestehen der Leistungs- Assessments, Prävention erneuter Verletzungen, Protektion der Gegenseite.
HTO (hohe Tibiaosteotomie)
Belastung
- Teilbelastung für 2 Wochen mit 15 kg (Thromboseprophylaxe)
- Schrittweises Erreichen der Vollbelastung in Wochen 3-6 (schmerz- und schwellungs- abhängig)
- Kraulschwimmen, Fahrrad-Ergometer ab 3.-6. Woche postoperativ
- Leichtes Joggen ab 4. Monat postoperativ
- Sportartspezifisches Training ab 4.-6. Monat postoperativ
- Rückkehr in Kontaktsport ab 9. Monat postoperativ
Beweglichkeit
- Zügiges Erreichen von 90° Flexion nach der Operation
- Erreichen der vollen Streckfähigkeit sollte bis zur 5./6. Woche postoperativ erreicht werden
Motorbewegungsschiene
- Anwendung im Krankenhaus (bei stationärer Operation) ab dem ersten Tag nach der Operation
- Anwendung zu Hause nur in besonderen Fällen
- Elektrostimulationsgerät: fakultativ innerhalb der ersten 6-12 Wochen nach der Operation
Medikamente
- Antithrombosespritzen sind notwendig so lange die Teilbelastung erfolgt (dabei regelmäßige Blutkontrollen durch den Hausarzt)
- Schmerzmitteleinnahme so lange wie Schmerzen bestehen. Danach nicht mehr
- Der entzündungshemmende Effekt von z.B. Ibuprofen ist zu vernachlässigen und sollte nur bei ausgedehnten Schwellungs- oder Ergusszuständen wahrgenommen werden
Thrombosestrumpf
- Dieser kann getragen werden, sobald Sie wieder im häuslichen Umfeld sind
- Dieser hilft zum Abschwellen
- Dieser muss nicht die gesamte Zeit der Teilbelastung getragen werden, dies ist aber empfohlen
Physiotherapie
- Beginnt bereits im Krankenhaus; bei ambulanter Operation so früh wie möglich beginnen (gerne auch schon am Tag nach der Operation)
- Ambulante Physiotherapie ist für zweimal / Woche für 6 Wochen empfohlen
Rehazentrum
- ab 7.Woche folgt idealerweise eine Intensivierung in Form einer 3-wöchigen ambulanten Reha-Maßnahme
- Physiotherapie bis zum Erreichen einer vollen Beweglichkeit, vollen Belastung und Erreichen eines normalen Gangbildes
- Der danach folgende Kraftaufbau kann ebenfalls gemeinsam mit der Physiotherapie erfolgen (Geräte dafür notwendig), die Anbindung an ein spezialisiertes Reha-Zentrum ist empfohlen
Nachkontrollen
- Der erste Termin, nach Entlassung aus der Klinik, zum Entfernen der Fäden (dies kann auch der Hausarzt machen)
- Der zweite Termin sechs Wochen nach der Operation. Röntgenkontrolle
- Der dritte Termin 3 Monate nach der Operation. Röntgen: Ganzbeinstandaufnahme und Knie in 2 Ebenen. Letztere zur Prüfung der Durchbauungstendenz.
- Sofern an dieser Stelle alles planmäßig verlaufen ist wird die Behandlung abgeschlossen.
- Der nächste Termin 9-12 Monate nach der Operation. Prüfung der knöchernen Durchbauung und Freigabe zur Plattenentfernung (optional).
- Weitere Termine sind dann abhängig vom Sportanspruch und werden dementsprechend geplant
- Grundsätzlich können Nachkontrollen auch bei einem anderen Arzt erfolgen. Der Termin zur 6-Wochen-Kontrolle und zur 3-Monatskontrolle sollte jedoch grundsätzlich bei uns erfolgen
- Außerplanmäßige Kontrollen bei Problemen/Fragen sind jederzeit möglich
Rückkehr in den Sport
- Dieser beginnt schrittweise ab dem 4. Monat
- Bei gegebener Kraft, Stabilität, Ausdauer, Koordination und Funktion kann die volle Rückkehr in den Sport ab dem 9. Monat erfolgen
- Eine instrumentierte Testung dieser Eigenschaften inklusive Testverfahren sollte vor dem Vollkontaktsport erfolgen und eine Freigabe erst bei Erfüllung definierter Kriterien gegeben werden
Langzeit
- Die erreichten Kraft-Ausdauer-Stabilitäts-Level müssen permanent durch Training beibehalten werden, um das operierte Bein (sowie das andere) vor erneuten Verletzungen zu schützen
Unsere Spezialisten für Achskorrekturen
- Prof. Dr. med. G. Salzmann
- PD Dr. med. M. Egermann
Ärztliche Behandler:innen
-
PD Dr. med. Marcus Egermann
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie und Hüfte
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Prof. Dr. med. Gian Salzmann
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialisierung für Knie, Lehrkörper der Universität Freiburg im Breisgau, Geschäftsführer Meliva Gelenkzentrum Rhein-Main
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Verfügbar an folgenden Standorten

Anamnesebogen
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