Plättchenreiches Plasma (PRP)
PRP nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, um Regeneration und Heilung von Gewebe zu beschleunigen.
Plättchenreiches Plasma (PRP), auch als Autologes konditioniertes Plasma (ACP) bezeichnet, ist eine Therapie, die aus speziell aufbereitetem Eigenblut gewonnen wird. Die aus den Thrombozyten gewonnenen biologischen Wachstumsfaktoren, welche sich im Blutplasma anreichern, können für multiple Indikationen eingesetzt werden.
Gewinnung von PRP/ACP
Zunächst wird dem Patienten in aseptischer Technik 15 ml venöses Vollblut entnommen. Die Entnahme erfolgt hierbei direkt in eine spezielle Ampulle und wird in dieser weiter aufbereitet.
Anschließend wird das Vollblut für 5 Minuten bei 1 500 U/min zentrifugiert und die Blutbestandteile nach ihrer Dichte separiert. Der thrombozytenreiche Anteil des Plasmas wird anschließend abgetrennt und steht nun zur Injektion bereit.
Die Injektion erfolgt unter aseptischen Kautelen für die jeweiligen Anwendungsgebiete. Je nach Indikation werden 15 ml (für große Gelenke) bis 1 ml (für Facettengelenke oder Fingergelenke) appliziert.
Indikationen
PRP kann für mannigfaltige Indikationen eingesetzt werden. Neben Ansatztendinosen und Tendinopathien besteht eine gute Wirksamkeit für Arthrosen in Stadium I und II. Darüber hinaus können auch Bandscheibenveränderungen und Pseudarthrosen mittels PRP behandelt werden. Für diverse Anwendungsgebiete gibt es mittlerweile eine Reihe aussagekräftiger Studien, die die Wirkung von PRP nachweisen konnten.
Therapie von osteochondralen Läsionen und Arthrosen mit PRP
Gonarthrose
Ein Review von Dai untersuchte 10 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1 069 Patienten mit Gonarthrose. Verglichen wurden PRP, Hyaluronsäure und Placebo (Kochsalzlösung). Ein Jahr nach Behandlung zeigten PRP-behandelte Patienten bessere Ergebnisse hinsichtlich Schmerz und Funktion.
Shen analysierte in einer Metaanalyse 14 Studien mit 1 423 Patienten. Auch hier zeigte sich überlegene Wirkung von PRP gegenüber Placebo, Hyaluronsäure, Kortison und Ozontherapie nach 3, 6 und 12 Monaten. Mehrere PRP-Injektionen waren effektiver als eine Einzeldosis oder Hyaluronsäure allein.
Coxarthrose
Sanchez behandelte fortgeschrittene Coxarthrose mit PRP intraartikulär; es kam zu signifikanter Verbesserung der VAS-, WOMAC- und Harris-Hüftwerte nach 7 Wochen und 6 Monaten.
Dallari zeigte, dass PRP im Vergleich zu Hyaluronsäure oder Kombinationen überlegen war.
Rhizarthrose
Bei Rhizarthrose (Daumengrundgelenk) zeigte eine Studie nach zweifacher PRP-Injektion signifikant weniger Schmerzen auf der VAS als Corticosteroid nach 12 Monaten.
Oberes Sprunggelenk
PRP zeigte bei Sprunggelenksarthrose in 18 von 20 Fällen Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung nach vier Injektionen im Wochenintervall.
Auch bei osteochondralen Läsionen am Talus war PRP dem Placebo und Hyaluronsäure in AOFAS-Score und Schmerz überlegen.
Therapie von Tendinopathien mit PRP
Rotatorenmanschette
Studien zeigten signifikante Schmerz- und Funktionserleichterung im Vergleich zu Corticosteroiden 12 Wochen nach Behandlung von Teilrupturen.
Epicondylopathien (Tennis-/Golferellenbogen)
PRP führte langfristig zu besseren Outcomes als lokale Anästhetika oder Corticosteroide. Verglich man PRP mit Operation, waren Ergebnisse ähnlich gut.
Fasziitis plantaris (Fersensporn)
Injektionen führten bei 64 % der Patienten zu exzellenten Ergebnissen auf der VAS nach 12 Monaten, bei weiteren 14 % zu guten Ergebnissen. PRP war der Stoßwellentherapie überlegen.
Weitere Anwendungsbereiche
Wirbelsäule (Facettengelenk & Diskus)
PRP führte bei lumbalen diskogenen Schmerzen und Facettensyndrom zu deutlich besserem Functional Rating Index und Schmerzverlauf als Vergleichsgruppen.
Intraoperativ bei Kreuzbandplastiken
5 ml PRP intraoperativ auf Transplantat und in Bohrkanäle appliziert verbesserte die Einheilung radiologisch nach 2,5 und 6 Monaten.
Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion
PRP senkte Rerupturraten deutlich (z. B. 3 % vs. 30 %) bei großen Rupturen verglichen mit reiner Naht.
Pseudarthrosen
PRP bei Pseudarthrosen an langen Röhrenknochen zeigte eine Heilungsrate von ca. 87 % binnen 4 Monaten.
Unsere Spezialisten für konservative Therapie
- Dr. med. S. Volk
- Dr. med. C. Pietsch
Plättchenreiches Plasma (PRP)
PRP nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, um Regeneration und Heilung von Gewebe zu beschleunigen.
Plättchenreiches Plasma (PRP), auch als Autologes konditioniertes Plasma (ACP) bezeichnet, ist eine Therapie, die aus speziell aufbereitetem Eigenblut gewonnen wird. Die aus den Thrombozyten gewonnenen biologischen Wachstumsfaktoren, welche sich im Blutplasma anreichern, können für multiple Indikationen eingesetzt werden.
Gewinnung von PRP/ACP
Zunächst wird dem Patienten in aseptischer Technik 15 ml venöses Vollblut entnommen. Die Entnahme erfolgt hierbei direkt in eine spezielle Ampulle und wird in dieser weiter aufbereitet.
Anschließend wird das Vollblut für 5 Minuten bei 1 500 U/min zentrifugiert und die Blutbestandteile nach ihrer Dichte separiert. Der thrombozytenreiche Anteil des Plasmas wird anschließend abgetrennt und steht nun zur Injektion bereit.
Die Injektion erfolgt unter aseptischen Kautelen für die jeweiligen Anwendungsgebiete. Je nach Indikation werden 15 ml (für große Gelenke) bis 1 ml (für Facettengelenke oder Fingergelenke) appliziert.
Indikationen
PRP kann für mannigfaltige Indikationen eingesetzt werden. Neben Ansatztendinosen und Tendinopathien besteht eine gute Wirksamkeit für Arthrosen in Stadium I und II. Darüber hinaus können auch Bandscheibenveränderungen und Pseudarthrosen mittels PRP behandelt werden. Für diverse Anwendungsgebiete gibt es mittlerweile eine Reihe aussagekräftiger Studien, die die Wirkung von PRP nachweisen konnten.
Therapie von osteochondralen Läsionen und Arthrosen mit PRP
Gonarthrose
Ein Review von Dai untersuchte 10 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1 069 Patienten mit Gonarthrose. Verglichen wurden PRP, Hyaluronsäure und Placebo (Kochsalzlösung). Ein Jahr nach Behandlung zeigten PRP-behandelte Patienten bessere Ergebnisse hinsichtlich Schmerz und Funktion.
Shen analysierte in einer Metaanalyse 14 Studien mit 1 423 Patienten. Auch hier zeigte sich überlegene Wirkung von PRP gegenüber Placebo, Hyaluronsäure, Kortison und Ozontherapie nach 3, 6 und 12 Monaten. Mehrere PRP-Injektionen waren effektiver als eine Einzeldosis oder Hyaluronsäure allein.
Coxarthrose
Sanchez behandelte fortgeschrittene Coxarthrose mit PRP intraartikulär; es kam zu signifikanter Verbesserung der VAS-, WOMAC- und Harris-Hüftwerte nach 7 Wochen und 6 Monaten.
Dallari zeigte, dass PRP im Vergleich zu Hyaluronsäure oder Kombinationen überlegen war.
Rhizarthrose
Bei Rhizarthrose (Daumengrundgelenk) zeigte eine Studie nach zweifacher PRP-Injektion signifikant weniger Schmerzen auf der VAS als Corticosteroid nach 12 Monaten.
Oberes Sprunggelenk
PRP zeigte bei Sprunggelenksarthrose in 18 von 20 Fällen Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung nach vier Injektionen im Wochenintervall.
Auch bei osteochondralen Läsionen am Talus war PRP dem Placebo und Hyaluronsäure in AOFAS-Score und Schmerz überlegen.
Therapie von Tendinopathien mit PRP
Rotatorenmanschette
Studien zeigten signifikante Schmerz- und Funktionserleichterung im Vergleich zu Corticosteroiden 12 Wochen nach Behandlung von Teilrupturen.
Epicondylopathien (Tennis-/Golferellenbogen)
PRP führte langfristig zu besseren Outcomes als lokale Anästhetika oder Corticosteroide. Verglich man PRP mit Operation, waren Ergebnisse ähnlich gut.
Fasziitis plantaris (Fersensporn)
Injektionen führten bei 64 % der Patienten zu exzellenten Ergebnissen auf der VAS nach 12 Monaten, bei weiteren 14 % zu guten Ergebnissen. PRP war der Stoßwellentherapie überlegen.
Weitere Anwendungsbereiche
Wirbelsäule (Facettengelenk & Diskus)
PRP führte bei lumbalen diskogenen Schmerzen und Facettensyndrom zu deutlich besserem Functional Rating Index und Schmerzverlauf als Vergleichsgruppen.
Intraoperativ bei Kreuzbandplastiken
5 ml PRP intraoperativ auf Transplantat und in Bohrkanäle appliziert verbesserte die Einheilung radiologisch nach 2,5 und 6 Monaten.
Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion
PRP senkte Rerupturraten deutlich (z. B. 3 % vs. 30 %) bei großen Rupturen verglichen mit reiner Naht.
Pseudarthrosen
PRP bei Pseudarthrosen an langen Röhrenknochen zeigte eine Heilungsrate von ca. 87 % binnen 4 Monaten.
Unsere Spezialisten für konservative Therapie
- Dr. med. S. Volk
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