Achillodynie / Achillesssehnenentzündung /-tendinopathie

Die Achillessehne reagiert empfindlich auf Fehlbelastung und Überlastung – häufig bei sportlicher Aktivität.

Typische Symptome sind Schmerzen oberhalb der Ferse, Schwellungen und Morgensteifigkeit. Konservative Therapien wie Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Dehnung und entzündungshemmende Maßnahmen stehen im Vordergrund. In seltenen Fällen wird eine operative Glättung oder Teilresektion erforderlich.

Krankheitsbild

Unter „Achillodynie“ versteht man ein Schmerzsyndrom der Achillessehne. Dieses entwickelt sich meist durch Überbeanspruchung, die zu wiederholten Mikrotraumata führt. Auch Übergewicht, Rheuma, Fußdeformitäten und Instabilitäten können auslösende Faktoren sein.

Symptome

Typisch sind Schmerzen und häufig eine Schwellung im Bereich der Achillessehne. Druck durch den Schuhrand sowie Einschränkungen sportlicher Aktivitäten werden ebenfalls häufig beschrieben.

Diagnostik

  • Röntgenbilder des belasteten Fußes
  • Sonographie und/oder MRT zur Beurteilung der Sehne
  • Ganganalyse und Leistungsdiagnostik bei Verdacht auf Fehlbelastung

Therapie und Übungen

Initial konservative Maßnahmen: physiotherapeutische Dehnungen, Querfriktion, ggf. Ultraschall sowie Eigenübungen. In seltenen Fällen erfolgt zu Beginn Ruhigstellung.

Übung 1

  1. Im Sitzen Bein ausgestreckt platzieren, ein elastisches Band um den Fußballen legen.
  2. Ziehen Sie mit dem Band Ihre Zehen in Richtung Nase, bis Sie eine Dehnung in Fußsohle und Wade spüren.
  3. 60 Sekunden halten, dreimal wiederholen – ideal morgens direkt nach dem Aufstehen.

Übung 2

  1. Stellen Sie sich mit Zehenspitzen auf eine Stufe, halten Sie sich gut fest. Start: aufrecht.
  2. Senken Sie die Ferse langsam ab, bis Sie eine Dehnung in der Wade bis zum Knie spüren.
  3. 15–30 Sekunden halten, dann auf die Ausgangsposition zurückdrücken.
  4. Mit gestrecktem und leicht gebeugtem Knie durchführen, 3 Serien à 15 Wiederholungen, 1–2 Min Pause, 2× täglich.

Weitere Maßnahmen

  • Kühlung, z. B. Eismassage zur Entzündungshemmung
  • Fersenpolster, ggf. Nachtschiene bei Anlaufschmerz
  • Stoßwellenbehandlung (ESWT), Lasertherapie, ACP-Injektionen bei Therapieresistenz

Stoßwellenbehandlung (ESWT)

Empfohlen bei anhaltenden Schmerzen trotz Dehnübungen. Wirkung: Reduktion neurologischer Schmerzsignale und Förderung der Durchblutung im Weichteilbereich.

Lasertherapie

Kleinere Studien belegen deutliche Schmerzlinderung durch Laserbehandlung.

Autologes conditioniertes Plasma (ACP)

ACP stimuliert körpereigene Regeneration durch Wachstumsfaktoren. Studien zeigen positive Effekte. ACP und ESWT gelten bei Therapieresistenz als sinnvolle Zweitlinienmaßnahmen.

Operative Therapie

  • Tenotomie und Debridement: Sehne freilegen und erkranktes Gewebe entfernen.
  • Flexor hallucis longus (FHL)-Sehnenversatz bei ausgeprägten Sehnenschäden.
  • Percutanes Tendonstripping: Minimalinvasiver Eingriff über kleine Hautschnitte zur Entfernung entzündetem Gewebes.

Nachbehandlung

Bei minimalinvasiver Behandlung kann die Belastung nach ca. 2 Wochen wieder erfolgen. Bei Sehnenversatz erfolgt konsequente Nachbehandlung mit hohem Walker über 10–12 Wochen.

Unsere Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

  • PD Dr. K. E. Roth
  • Prof. Dr. med. Kajetan Klos

Achillodynie / Achillesssehnenentzündung /-tendinopathie

Die Achillessehne reagiert empfindlich auf Fehlbelastung und Überlastung – häufig bei sportlicher Aktivität.

Typische Symptome sind Schmerzen oberhalb der Ferse, Schwellungen und Morgensteifigkeit. Konservative Therapien wie Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Dehnung und entzündungshemmende Maßnahmen stehen im Vordergrund. In seltenen Fällen wird eine operative Glättung oder Teilresektion erforderlich.

Krankheitsbild

Unter „Achillodynie“ versteht man ein Schmerzsyndrom der Achillessehne. Dieses entwickelt sich meist durch Überbeanspruchung, die zu wiederholten Mikrotraumata führt. Auch Übergewicht, Rheuma, Fußdeformitäten und Instabilitäten können auslösende Faktoren sein.

Symptome

Typisch sind Schmerzen und häufig eine Schwellung im Bereich der Achillessehne. Druck durch den Schuhrand sowie Einschränkungen sportlicher Aktivitäten werden ebenfalls häufig beschrieben.

Diagnostik

  • Röntgenbilder des belasteten Fußes
  • Sonographie und/oder MRT zur Beurteilung der Sehne
  • Ganganalyse und Leistungsdiagnostik bei Verdacht auf Fehlbelastung

Therapie und Übungen

Initial konservative Maßnahmen: physiotherapeutische Dehnungen, Querfriktion, ggf. Ultraschall sowie Eigenübungen. In seltenen Fällen erfolgt zu Beginn Ruhigstellung.

Übung 1

  1. Im Sitzen Bein ausgestreckt platzieren, ein elastisches Band um den Fußballen legen.
  2. Ziehen Sie mit dem Band Ihre Zehen in Richtung Nase, bis Sie eine Dehnung in Fußsohle und Wade spüren.
  3. 60 Sekunden halten, dreimal wiederholen – ideal morgens direkt nach dem Aufstehen.

Übung 2

  1. Stellen Sie sich mit Zehenspitzen auf eine Stufe, halten Sie sich gut fest. Start: aufrecht.
  2. Senken Sie die Ferse langsam ab, bis Sie eine Dehnung in der Wade bis zum Knie spüren.
  3. 15–30 Sekunden halten, dann auf die Ausgangsposition zurückdrücken.
  4. Mit gestrecktem und leicht gebeugtem Knie durchführen, 3 Serien à 15 Wiederholungen, 1–2 Min Pause, 2× täglich.

Weitere Maßnahmen

  • Kühlung, z. B. Eismassage zur Entzündungshemmung
  • Fersenpolster, ggf. Nachtschiene bei Anlaufschmerz
  • Stoßwellenbehandlung (ESWT), Lasertherapie, ACP-Injektionen bei Therapieresistenz

Stoßwellenbehandlung (ESWT)

Empfohlen bei anhaltenden Schmerzen trotz Dehnübungen. Wirkung: Reduktion neurologischer Schmerzsignale und Förderung der Durchblutung im Weichteilbereich.

Lasertherapie

Kleinere Studien belegen deutliche Schmerzlinderung durch Laserbehandlung.

Autologes conditioniertes Plasma (ACP)

ACP stimuliert körpereigene Regeneration durch Wachstumsfaktoren. Studien zeigen positive Effekte. ACP und ESWT gelten bei Therapieresistenz als sinnvolle Zweitlinienmaßnahmen.

Operative Therapie

  • Tenotomie und Debridement: Sehne freilegen und erkranktes Gewebe entfernen.
  • Flexor hallucis longus (FHL)-Sehnenversatz bei ausgeprägten Sehnenschäden.
  • Percutanes Tendonstripping: Minimalinvasiver Eingriff über kleine Hautschnitte zur Entfernung entzündetem Gewebes.

Nachbehandlung

Bei minimalinvasiver Behandlung kann die Belastung nach ca. 2 Wochen wieder erfolgen. Bei Sehnenversatz erfolgt konsequente Nachbehandlung mit hohem Walker über 10–12 Wochen.

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  • Prof. Dr. med. Kajetan Klos

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